Mit toujou den Lebenszyklus veralteter TYPO3-Websites verlängern

toujou-Update auf TYPO3-Version 9 LTS abgeschlossen

Die Entwicklung, die toujou seit der ersten von inzwischen über hundert Installationen genommen hat, erfüllt uns mit Stolz. Daher möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich unseren Kunden der ersten Stunde danken, die uns und unserem eigenen TYPO3-Website-Baukasten von Anfang an ihr Vertrauen geschenkt haben!

Zwei Jahre nach dem Start von toujou wurden am 2. Mai 2019 nun alle toujou-Websites von der ursprünglichen Version 8 LTS (= Long Term Support) auf TYPO3 Version 9 aktualisiert. Ein Update, das zu den inkludierten Leistungen unseres Services gehört. Außerdem betrachten wir diesen Schritt als soliden Proof of Concept: toujou hat sein Versprechen, alle Website-Installationen auf technisch höchstem Niveau zu halten, eingehalten.



Von Meilensteinen und tickenden Zeitbomben

Damit markiert diese erste Versionsänderung des Systems einen Meilenstein in der Entwicklung von toujou. In den sechs Monaten, die seit der Veröffentlichung von Version 9 seitens TYPO3 vergangen sind, wurde das toujou-Update parallel im Hintergrund vorbereitet. Rückblickend möchten wir unsere Erfahrungen aus diesem Prozess mit unseren Lesern teilen.

»Abgesehen von kleineren Bugs und Verzögerungen können wir festhalten, dass das Update planmäßig verlaufen ist«, erklärt Peter Piechota, Entwicklungsleiter von toujou bei DFAU. Allerdings habe der Prozess wenig Freude bereitet. »Weil unser ursprüngliches Ziel war, mit toujou von LTS zu LTS zu umzusteigen, haben sich Anpassungsarbeiten aufgestaut, die anschließend alle in einem Block abgearbeitet werden mussten. Die toujou-Entwicklung lief parallel weiter – und wurde gleichzeitig doch blockiert.«

Unter der Leitung von CTO Thomas Maroschik entschied sich das toujou-Team im Hinblick auf das kommende 10er-Update, einen anderen Weg einzuschlagen: »Beginnend mit Version 10 werden wir nicht auf das LTS-Release warten, sondern nach jedem Pre-LTS-Release toujou auf diese Version updaten. Damit werden die notwendigen Anpassungsschritte kleiner und neue Features finden direkt Einzug in toujou.« So profitieren sowohl der Service als auch Kunden von Anfang an von neuen Features und Entwicklungen.

Eine andere Art von Zeitbombe: Websites auf Basis nicht unterstützter PHP-Versionen

Eine weitere wichtige Änderung, die toujou in den vergangenen Monaten vorgenommen hat, betrifft die User. Es gibt drei Kundentypen, für die toujou konzipiert wurde: Erstens Reiseveranstalter, da der Tourismus seit jeher zu den Spezialgebieten bei DFAU zählt. Zweitens Endkunden, d.h. kleine und mittelständische Unternehmen, die einen Content-Verantwortlichen stellen. Und drittens Webdesign- und TYPO3-Agenturen, die toujou als Tool respektive für ihre eigenen Kunden verwenden.

Seitdem wir die TYPO3-Community auf toujou aufmerksam gemacht haben, hat unsere Kundschaft weiter Gestalt angenommen: Kunden mit bestehenden, aber veralteten TYPO3-Websites. Die treibende Kraft dahinter war Hosting-Anbieter Jochen Weiland von jweiland.net. »Aus Sicht eines Providers blicken die Kollegen von jweiland.net auf tausende gehostete Websites, die ab Ende 2019 wahrscheinlich nicht weiter unterstützt werden können, weil sie auf PHP 5.6 oder älter laufen«, erklärt Daniel Fau, CEO der DFAU GmbH.

So entstand der Gedanke, diese Kunden einen »letzten« Relaunch mit dem toujou-Service zu ermöglichen. Auf diese Weise sind neue LTS-Versionen und der Bedarf an wiederkehrenden Updates nicht mehr für die Kunden von Belang, weil sie bei toujou automatisiert im Hintergrund ablaufen. Ein weiteres Plus: Bestehende TYPO3-Websites bleiben dem CMS so erhalten.

Fast 40% der Websites sind veraltet

Wie die Grafik oben darstellt, ist ein sehr großer Anteil an TYPO3-Websites veraltet oder steht kurz vor dem Ende des jeweiligen »life-cycle«, da der Support für Version 6 bald ausläuft. Für diesen aktuellen Zustand gibt es mehrere Gründe:

  • Kunden zögern zu lange, um in TYPO3-Updates zu investieren,
  • der Betrieb einer Website hat keinen hohen Stellenwert in der Unternehmensstrategie,
  • das Budget ist zu niedrig, um ein solides Update durchzuführen.

»Gemeinsam mit jweiland.net setzen wir derzeit lokal B2C-Meetings mit betroffenen TYPO3-Usern um«, berichtet Daniel Fau. »Unternehmer werden dabei über die Möglichkeiten informiert, die toujou bietet, und natürlich auch über andere Alternativen, um mit ihren Websites online zu bleiben.«

Der Faktor Mensch

In diesem Prozess hat sich die Inkubationszeit als länger als erwartet herausgestellt. »Während der Bedarf an einer Lösung offensichtlich ist, möchten Endkunden und Redakteure mit an Bord genommen werden. Die Sorgen und Zweifel bei der Entscheidungsfindung sind nach wie vor unvorhersehbar«, beobachtet Daniel Fau mit fast zwanzig Jahren Erfahrung im Umgang mit Endkunden im Rücken.

»Wir müssen immer noch informieren und darüber aufklären, dass Websites den Richtlinien der DSGVO entsprechen müssen. Mit Gesetzen wie dem IT-Sicherheitsgesetz wird der Status Quo auch in Zukunft nicht besser« (mehr dazu hier: typo3.com/blog/germany-tightens-it-security).

Die Zusammenarbeit mit jweiland.net trägt dennoch bereits Früchte: Das Problem wurde erkannt und die ersten Interessenten arbeiten derzeit an einem Website-Relaunch mit toujou. Darüber hinaus »befinden wir uns in Gesprächen mit anderen Hosting-Partnern, um toujou einem ähnlichen Kundenkreis vorzustellen«, sagt Daniel Fau.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Website auf dem aktuellen Stand ist!

Um die Notwendigkeit einer kundenfreundlichen Lösung zu verdeutlichen, hat Jochen Weiland einen kleinen Test auf jweiland.net veröffentlicht. Der Test besteht aus sieben Fragen. Werden drei oder mehr dieser Fragen mit »Ja« beantwortet, sollte jeder Leser wissen, dass Handlungsbedarf besteht. Auch wir empfehlen, diesen Test selbst und/oder im Namen Ihrer Kunden durchzuführen:

  1. Basiert Ihre aktuelle Homepage auf TYPO3 Version 4.5 oder früher?
  2. Planen Sie schon länger eine neue Homepage und es fehlte Ihnen bisher die Zeit für die Umsetzung?
  3. Können Besucher Ihre Homepage nicht nutzen, weil sie nicht für Handy bzw. Tablet optimiert sind?
  4. Ist die Sichbarkeit Ihrer Seite in Google in letzter Zeit gesunken?
  5. Bekommen Sie weniger Anfragen über Ihre Webseite?
  6. War Ihnen die Erstellung einer neuen Homepage bisher zu teuer?
  7. Sie wollen sich nur um die Inhalte und nicht um die Technik kümmern?

Überzeugen Sie sich selbst mit einer kostenlosen toujou-Demo

toujou hat also sein Profil weiter geschärft, indem sich ein Kundenkreis aufgetan hat, der bisher möglicherweise nicht genügend Beachtung gefunden hat. Aus Dienstleistersicht wollen wir unseren Branchenkollegen mit diesem Blogpost auch den Anstoß geben, diese Kundengruppe selbst zu aktivieren und Problemlösungen als wahres Potential für TYPO3 als CMS zu entdecken. Und sei es nur, um die eigenen Kunden nicht zu einem Sicherheitsrisiko für sich selbst werden zu lassen.

Eines ist klar: Es kann sicherlich keine praktikable Option sein, allein aus Gründen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen bald offline gehen zu müssen. toujou könnte also die richtige Lösung für Sie und Ihre Kunden sein! Und da sich gezeigt hat, dass der technische Teil kein Problem darstellt, folgt hier noch der menschliche Anreiz: Probieren Sie toujou in einer kostenlosen Demo aus und treffen dann eine fundierte Entscheidung. So oder so: Schieben Sie Ihr Update auf keinen Fall so lange auf, bis die Bombe zu platzen droht.

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